Die Diesel-Luftstandheizung hat in der Nacht gute Dienste geleistet. Auch als wir aufstehen ist es noch saukalt, obwohl die Sonne scheint. Beim Frühstück bekommen wir Besuch vom benachbarten Hof. Der Hofhund schaut, was hier so geboten ist, markiert den Campingstuhl der großen Tochter und zieht wieder weiter. Guten Morgen auch!

Die höfische Tierwelt wird erneut mit Futter und Streicheleinheiten bedacht. Danach verabschieden wir uns mit der Zusicherung wiederzukommen und fahren in Richtung Norden. Es soll nach Rothenburg ob der Tauber gehen. Hier sind wir bislang nur auf der Autobahn vorbeigefahren und sind jetzt neugierig auf die Stadt.

Rothenburg o.d.T.

Auf dem ersten Parkplatz den wir aufsuchen fühlen wir uns vom Verbot für Wohnmobile nicht angesprochen. Auch die Höhenbegrenzung auf 2 Meter haben wir vorsichtshalber mal ignoriert. Von wegen! Die Dame der kommunalen Parküberwachung macht uns darauf aufmerksam, dass es in diesem Fall teuer wird und weist uns den Weg zu einem Parkplatz für Wohnmobile. Hier finden wir aber nur durch Zufall einen freien Platz, weil der Parkraum mit Fahrzeugen unter 2 Metern Höhe nahezu komplett gefüllt ist. Aha, Wohnmobilparkplatz. Wie wäre es hier mit einer Mindesthöhe von 2 Metern?

Die Stadt selbst ist sehr schön, allerdings zumindest in der Innenstadt sehr vom internationalen Tourismus geprägt. Hier finden sich viele Restaurants und Cafes mit mehrsprachigen Speisekarten, jedoch kaum eine Möglichkeit nur einen Snack zu kaufen. Die Spezialität der Stadt „Schneeballen“ ist zu empfehlen. Eine echt leckere Süßspeise. Beim Rückweg zum Auto finden wir den Aufgang zum Wehrgang der Stadtmauer. Auf diesem Weg umrunden wir die halbe Innenstadt und laufen, nun mit einer tollen Erinnerung an die Stadt im Gepäck, erneut zu Vandolin. Zum Übernachten suchen wir uns einen Bauernhof mit eigenem Wein ein gutes Stück weiter im Norden aus.

Auch auf diesem Hof werden wir sehr herzlich empfangen. Wir bekommen einen Stellplatz auf einer Wiese mit Stromanschluss. Dort stehen uns auch eine Toilette und eine Dusche zur Verfügung. Der Service steht dem auf einem Campingplatz in nichts nach. Und das alles für lau? Wir nehmen uns fest vor, ausgiebig von dem angebotenen Wein einzukaufen.

Weinlounge mit „Alexa“-Anbindung

Am Abend gönnen wir uns einen guten Schluck in der extra für Tagesbesucher und Camper eingerichteten „Weinlounge“. Die ist unendlich gemütlich und mit Selbstbedienung ist für alles gesorgt. In einer Ecke steht unscheinbar eine Amazon-Musikbox mit dem kleinen Hinweisschild „Alexa, spiele Lounge-Musik“. Gesagt, getan. Wir sind begeistert.
Als wir ins Bett gehen, lässt der stark bewölkte Himmel jedoch für den nächsten Tag nichts Gutes ahnen.

Werbeanzeigen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.