Endlich ist es soweit, nach einem entspannten Frühstück zu Hause führt uns der Weg in Richtung Süden. Es wird eine idyllische Fahrt über Garmisch, Innsbruck und über die Bundesstraße rauf zum Brenner. Nach einer kurzen Pause erscheint die uns bereits bekannte Warnmeldung „Batterie“ im zumindest formschönen Mercedes-Display. Na ja, nachdem die Werkstatt hier am Vortag nichts feststellen konnte wird`s schon nicht so schlimm sein. Auf der Weiterfahrt müssen wir jedoch feststellen, dass die Zusatzbatterie nicht mehr lädt. Blöd!

Agricampeggio, oder auch nicht

Der von uns angefahrene „Agricampeggio“ bei Trient hat leider nur Miniplätze, auf denen sich unser Zelt nicht aufklappen lässt und allem Anschein nach auch noch nicht offen. Doppelblöd!
Die Suche nach einer Alternative gestaltet sich schwierig, da fast alle Plätze in den Bergen liegen und es da nachts noch Temperaturen unter dem Gefrierpunkt hat. Bei einem Stop um nach Ersatz zu suchen kommen wir fast nicht mehr weg. Die elektronische Feststellbremse ist fest. Ab hier wird`s richtig blöd!
Die Bremse löst sich nach einiger Zeit und wir suchen uns einen Platz, der wieder ein ganzes Stück in Richtung Heimat liegt. Wir werden beim Campingplatz in Tisens fündig. Ein schöner Campingplatz, aber eigentlich nicht das was wir wollten.
Müde und hungrig von der Suche und dem Stress wegen der nicht funktionierenden Ausrüstung, fallen wir über Grillfleisch und Kartoffeln her wie die Raubtiere und nach einem kurzen Spaziergang in einen tiefen Schlaf.
Die Nacht war auch hier sehr eisig. Die Heizung konnten wir leider nicht anwerfen, da die Zusatzbatterie mittlerweile tiefentladen war und der 5-Ampere-Campingplatzanschluss nichts dagegen ausrichten konnte. Per Kriegsrat beschlossen wir mit hängenden Köpfen die Heimreise anzutreten. Überflüssig zu erwähnen, dass sich der Fehler an der Feststellbremse nach jedem Stop wiederholt hatte.
Um wenigstens noch ein bisschen „Vanlife“ zu leben wollten wir uns auf dem Heimweg einen schönen Platz zum Kochen und Essen suchen. Auch das blieb uns verwehrt, da wir es bei 2 Grad und noch ein wenig durchgefroren von der Nacht einfach nicht genießen können. Der einsetzende Schneefall tat sein Übriges.

Was für ein Käse

Um nicht auch noch hungern zu müssen entschlossen wir uns zu einem Halt bei der Schönegger Käse-Alm. Hier wurden wir mit einer wunderbaren Brotzeit und frischer Milch endlich mal belohnt.
Nach nur wenig mehr als 24 Stunden waren wir wieder daheim gelandet. Dort luden wir nur das Nötigste aus, weil wir uns fest vorgenommen hatten am nächsten Tag nach einem Werkstattbesuch erneut zu starten. Positiv ist auch noch anzumerken, dass sich die Zusatzbatterie mit einer Ladung Strom aus der heimischen Steckdose retten ließ.

Werbeanzeigen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.