Auch für den heutigen Tag sagt der Wetterbericht sehr wechselhaftes und kühles Wetter voraus. Wir entschließen uns zu einer 2 1/2-stündigen Fährfahrt von Kaupanger nach Gudvangen. Diese Fähre ist eher eine Touristenattraktion, als ein Verkehrsmittel. Der Anleger, der nur wenige Autominuten von unserem Ferienhaus entfernt liegt, füllt sich schnell mit unzähligen Autos und Wohnmobilen. Im Gegensatz zu uns haben die entsprechenden Fahrer das Ticket für die Überfahrt jedoch reserviert. Mit ein bisschen Glück bleibt aber auch für uns ein Plätzchen übrig.

Wir geniessen die Ausfahrt aus dem Hafen vom gut gefüllten Oberdeck aus. Später gehen wir ein Deck weiter nach unten an das Heck des Schiffes. Von hier aus haben wir das Glück in der Ferne Schweinswale beobachten zu können. Auch sonst ist landschaftlich wieder Unglaubliches geboten. Obwohl der meiste Schnee auf den Bergen bereits vor Monaten geschmolzen ist führen die unzähligen Wasserfälle immer noch Unmengen an Wasser. Große Touristenboote erscheinen neben den stürzenden Wassern wie Nussschalen. Direkt am Fjord entdecken wir das ein oder andere Dorf, das offensichtlich nur vom Wasser aus zu erreichen ist. Erneut um etliche unglaubliche Eindrücke reicher, legen wir in Gudvangen an. Die unzähligen Reisebusse dort schrecken uns ab, so dass wir direkt weiterfahren, um nach wenigen Kilometern in Flam zu landen.

In Flam, das am Ende des Aurlandfjordes liegt, sehen wir die Queen Victoria, ein Kreuzfahrtschiff so groß wie ein Hochhaus, die hier festgemacht hat. Am Wasser scheint der kleine Ort nur für den Tourismus erschaffen zu sein. Ein Souvenirshop jagt den nächsten. Inmitten des ganzen Trubels startet die weltberühmte Flambahn. Ursprünglich hatten wir vor die Fahrt mit der Flambahn zu machen, haben uns dann aber für die Fähre nach Gudvangen entschieden. Da beide Fahrten mit einem größeren Betrag von ca. 140 Euro, bzw. 160 Euro zu Buche schlagen, wollten wir uns nur eine davon leisten. Obwohl die Fahrt mit der Flambahn mit Sicherheit auch spektakulär gewesen wäre, sind wir aufgrund des riesigen Andrangs hier froh, die wesentlich ruhigere Fähre gewählt zu haben.

Unglaublicherweise sind die Attraktionen für uns an diesem Tag noch nicht zu Ende. Wir fahren weiter zum Aussichtspunkt Stegastein. Vor der Aussichtsplattform öffnet sich, nur durch eine Glasscheibe getrennt, der Abgrund zum 650 Meter darunter liegenden Aurlandsfjord. Der Blick auf den Fjord ist unbeschreiblich. Für die Rückfahrt haben wir die Wahl zwischen dem Laerdalstunnel, dem längsten Straßentunnel der Welt, und der Fahrt über die Berge. Wir wählen den Pass zwischen Aurland und Laerdal – die Schneestraße. Schnell gewinnen wir an Höhe und fahren zwischen kargen Felsen. Nur selten kommt uns ein Fahrzeug entgegen. Aufgrund des heißen Sommers hält die Schneestraße nur noch wenig Schnee für uns bereit. Natürlich müssen wir anhalten und im Hochsommer über die weiße Pracht laufen. Auf dem Weg nach unten können wir erneut einen wundervollen Ausblick genießen. Die Verkehrsfähre zurück nach Kaupanger schließt einen wundervollen Ausflug ab.

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