Diesmal haben wir die Nachmittags-Überfahrt nach Trelleborg gebucht. Den Vormittag vertrödeln wir auf dem Campingplatz, wo wir von unserem Platznachbarn noch den ein oder anderen Tipp für Finnland bekommen. Er bereist das Land seit 45 Jahren und sollte wohl einiges an Erfahrung haben. Mittags fahren wir los. Der streikende Check-In-Automat am Fährhafen hält uns nur kurz auf und so können wir ohne weitere Zwischenfälle auf das Oberdeck des Schiffes fahren. Wir haben einen guten Platz erwischt und können uns tolle Sitzplätze im Cafe am Fenster sichern. Knappe 6 Stunden später sieht die Sache etwas anders aus und wir fahren als eines der letzten Fahrzeuge von Bord. Es ist mittlerweile bereits 21.30 Uhr, aber wir wollen dennoch noch einige der 730 Kilometern zum Fährhafen Kapellskär zurücklegen. Es bleibt uns nicht wirklich viel Zeit, da die Viking-Line-Fähre pünktlich um 14.45 Uhr in Richtung Mariehamn ablegen soll.

Tatsächlich fahren wir dann bis 2.30 Uhr. Die Suche nach einem Stellplatz für die Nacht war gar nicht so einfach. Als wir beschließen auf einem Autobahn-Rastplatz zu schlafen, will einfach keiner mehr kommen. Das Gute ist, dass wir nun nur noch knappe 300 Kilometer abzureißen haben. Das Zelt klappen wir für die paar Stunden nicht auf und schlafen einfach zu viert im Auto. An einem Tankstellen-Parkplatz. Was soll ich sagen… dafür ist es nicht wirklich ausgelegt. Nach wenigen Stunden Schlaf müssen sich erst mal wieder alle entknittern und strecken.

Völlig problemlos bringen wir die restliche Strecke hinter uns. Wir haben noch genügend Zeit, um einkaufen zu gehen. Auf schwedische Delikatessen wie Käse aus der Tube, Zimtschnecken und knautschiges Polarbröd haben wir uns schon gefreut. Kurz darauf stehen wir in der Spur, die als letzte auf die Fähre darf. Das sichert uns allerdings die Pole-Position beim Ausfahren. Die Viking-Line-Fähre ist ein sehr schönes Schiff mit vielen verschiedenen Bars und Aufenthaltsräumen. Auch die Überfahrt selbst ist spektakulär. Der Weg führt an unzähligen Inselchen und Inseln vorbei. Manche davon bewohnt, auf anderen ist kaum genug Platz für ein Haus. Wir erreichen Mariehamn fast eine halbe Stunde früher als geplant. Die Zeitverschiebung kostet uns jedoch eine Stunde.

Wir fahren auf direktem Wege einen Platz an, den wir auf Park4Night entdeckt haben. Hier ist jedoch der Badebetrieb noch im vollen Gange und das Camping-Verboten-Schild schreckt uns vollends ab. Da wir uns auch noch in die Wellen stürzen wollen fahren wir den Camping-Platz Käringsunds Camping an. Für 39 Euro verbringen wir eine Nacht mit Blick auf das Meer, in dem wir trotz bereits später Stunde noch gebadet haben.

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