Am heutigen Tage müssen wir feststellen, dass Norwegen in der Lage ist immer noch eins draufzusetzen. Wir wollen zum Nigardsbreen wandern. Die Anreise mit dem Auto nimmt, obwohl nur ca. 75 Kilometer weit, einige Zeit in Anspruch. Allgemein kommt man in Norwegen, sei es wegen kurvigen, schmalen Strecken oder einspurigen Tunnels oder Ähnlichem nur langsam vorwärts. Aber oft ist auch der Weg das Ziel und man wird mit dem Ausblick auf Wasserfälle, Berge oder Fjorde belohnt.

Am Visitor-Centre des Nigardsbreen halten wir uns nur kurz auf und gönnen uns dann die Mautstraße in Richtung Gletscher. Vom dortigen Parkplatz aus beginnt die Wanderung. Es sagt wohl viel über die Attraktivität der Strecke aus, dass unsere Kinder hier kein einziges Mal gemeckert oder gemotzt haben. Wir laufen über vom Gletscher glattgespülte Felsen. Teilweise sind kleine Holztreppen angebracht, da die Felsen sonst nur schwer zu überwinden wären. Selbst Debbie`s 4-Pfoten-Antrieb stößt gelegentlich an seine Grenzen. Neben uns liegt der grüne Gletschersee, in dem vereinzelt kleine Eisschollen treiben. Vor uns eröffnet sich der Blick auf das blau schimmernde Gletschereis. Nach einiger Zeit gabelt sich der Weg. Die eine Seite ist denjenigen, die eine geführte Tour ins Gletschereis gebucht haben, vorbehalten. In langen Schlangen warten sie darauf das Eis betreten zu können. Wir laufen auf dem anderen Weg weiter hinauf. Man merkt deutlich wie viel Kälte das Eis abstrahlt, wenn man sich nähert. Neben uns fließt das Schmelzwasser als reissender Fluß in Richtung Gletschersee. An einem Absperrband einige Meter vor dem Gletscher endet der Weg. Wir sind aber nah genug, um das unglaubliche Farbenspiel im Eis zu bewundern. Nach einer wohlverdienten Brotzeit machen wir uns auf den Rückweg. Norwegen ist unbeschreiblich!

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