Auch der heutige Tag wird nicht besonders spannend, dafür ziemlich entspannend. Nach ein paar Kilometern sind wir wieder in Schweden und weiter geht es nach Jokkmokk. Der Ort ist übersichtlich und wir vertreten uns ein bisschen die Beine. Die Touristeninfo ist gut sortiert und es gibt auch große Supermärkte wo wir unsere Vorräte auffüllen können. Wir sind sehr erstaunt, dass wir in einem völlig unscheinbaren, kleinen Elektromarkt die wichtige Prepaid-Handy-Karte bekommen. Letztes Jahr hatten wir in einem großen Einkaufszentrum nicht so viel Glück.

Wir fahren noch die wenigen Meilen zum Polarkreis und verewigen uns per Sticker an der entsprechenden Hinweistafel. Spontan entscheiden wir uns nochmal umzudrehen und beim Campingplatz Arctic Camp Jokkmokk zu übernachten, obwohl er auf der Homepage ein bisschen nach Disneyland aussieht. Umso erstaunter sind wir, dass der Platz weitläufig an einem wunderschönen See gelegen ist. Die Kinder freuen sich über den warmen Pool und den großen Spielplatz. Und das ganze für 275 SEK. Es ist so warm, dass wir abends länger als sonst draußen sitzen können und erstaunt feststellen, dass die Sonne hier schon wieder untergeht, wenn auch nicht für lange.

Am nächsten Tag erreichen wir nach 1 1/2 Stunden Fahrt die Stromschnellen von Storforsen. Der unscheinbare Nationalpark zeigt sich als richtiges Highlight. Ein kurzer Weg führt uns über blanke Steine, kleine Brücken und Stege. Überall sind kleine und größere Bachläufe. Nach wenigen Minuten erreichen wir die Wasserfälle, die wir schon vom Parkplatz aus gehört haben. Die Wassermassen fließen laut tosend über Stromschnellen und in Strudeln nach unten. Die Gischt spritzt uns ins Gesicht, aber das macht nichts, da es angenehm warm und sonnig ist. Am lärmenden Wasser entlang bringt uns ein Holzweg nach unten. Nach oben laufen wir durch Wald und über Stock und Stein. Es gibt keine festen Wege. Immer mal wieder treffen wir auf kleine Stege und Brücken, die uns zeigen, dass wir noch auf einem der richtigen Wege sind. Die Bäche die hier den langsamen Weg nach unten gewählt haben sammeln sich in unzähligen kleinen Becken. In jedes kann man die Füße reinhängen oder baden, was von den Besuchern auch ausgiebig genutzt wird. Obwohl hier wirklich viele Leute sind findet man trotzdem ein kleines Becken das man für sich alleine hat. Aber Vorsicht! Nasse bewachsene Steine sind äußerst glitschig. Diese Erfahrung mussten vor Allem unsere Kinder machen. Begeistert und gut erfrischt führt unser nächster Weg an die Küste.

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