Die Nacht war deutlich kälter, als die letzten. Auch am Morgen ist es noch sehr frisch. Wir frühstücken im Stehen und brechen bald auf in Richtung Norden.

Spontan folgen wir dem Hinweisschild zu einem Nationalpark. Nach 5 Kilometern auf einer Schotterstrecke erreichen wir einen kleinen Parkplatz an einem riesigen Aussichtsturm. Von der Plattform des Turmes aus sehen wir nichts als Wald und Bäume. Die Turmspitze schwankt samt uns im Wind. Neben dem Turm befindet sich eine Trockentoilette, die wir aus dringenden Gründen ausprobieren. Ich bin erstaunt, dass hier tatsächlich nichts zu riechen ist.

Danach folgen wir einem schmalen Wanderweg, der durch unzählige Blaubeerbüsche führt. Mitten im Wald liegt einer der Lagerfeuerplätze, von denen wir schon viel gelesen haben. Es gibt ein paar einfache Hütten, die jedoch versperrt sind. Ansonsten gibt es noch eine große Lagerfeuerfläche mit Bänken und zwei geschützte halb geschlossene Hütten, in denen man zur Not auch übernachten könnte.

Wir haben tierisch Hunger, brauchen aber erst einen Supermarkt, um für die verdiente Brotzeit einzukaufen. Genau von hier aus dauert es noch fast eine Stunde, bis wir einen erreichen. Nach dem Einkauf fahren wir zum nahe gelegenen Campingplatz Seinäjoki Camping. Für 34 Euro verbringen wir hier die Nacht mit einer großen Schar von Saisonarbeitern, die noch fleißig am Werke sind. Kurz vor dem Bettgehen passiert es. Der böse Kofferraumdeckel reißt den Stecker der Diesel-Standheizung ab! Dank der großen Menge mitgeschleppten Werkzeuges, für die wir von der nahen Verwandtschaft noch belächelt wurden, ist der Schaden bald repariert. Das war auch dringend nötig, weil es wirklich kalt ist.

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