Auch der Morgen empfängt uns mit eisigen Temperaturen um 5 Grad. Schnell ist Vandolin wieder fahrbereit, um die letzten Kilometer in Richtung Norden auf sich zu nehmen. Etwa eine Stunde später halten wir an einem kleinen Rastplatz am Inari-See. Zum Aufwärmen gibt es Kaffee mit Ausblick auf den wirklich kargen, dennoch faszinierenden See.

Bald sind wir auf der einzigen Straße, die zum Nordkap führt. Der Ausblick von den Straße auf das Nordmeer lässt sich nicht in Worte fassen. Am Wasser finden sich immer wieder ein paar der berühmten bunten Fischerhäuser. Wir suchen uns eine etwas windgeschützte Stelle hinter einer Düne. Hier stärken wir uns vor dem lange ersehnten Abenteuer.

Der Norkap-Tunnel führt steil bergab, um dann wieder genauso steil nach oben zu führen. In Honningsväg sehen wir eines der riesigen Kreuzfahrtschiffe vor Anker liegen. Das hätte es aus unserer Sicht nicht gebraucht. Die letzten Kilometer schlängeln sich steil und eng den Berg hinauf, bis wir oben angekommen sind. Rentiere sind nun unsere ständigen Begleiter. 665 NOK später stehen wir mit unzähligen Wohnmobilen und Bussen auf dem Parkplatz des Visitor-Centres.

Bei nur mehr 3 Grad Außentemperatur riskieren wir dick eingepackt den ersten Blick auf den Globus.Noch haben wir klare Sicht, obwohl der Himmel bedeckt ist. Wir stehen tatsächlich an dem Ort, von dem wir schon so viel gelesen und den wir so herbeigesehnt haben. Nur der Trubel durch die unzähligen lauten Kreuzfahrer nimmt dem Ganzen etwas von dem Zauber.

Auch das Visitor-Centre ist auf Touristenmassen ausgelegt. Wir besuchen den riesigen Shop, die Grotte, die Kapelle und das thailändische Museum. Ins Kino wollen wir erst wenn sich der Rummel gelegt hat.

Wir wärmen uns in Vandolin etwas auf, bevor wir uns die Mitternachtsvorstellung im Kino ansehen. Die Busse sind wieder abgefahren und so sind wir fast allein. Der Film über die vier Jahreszeiten am Nordkap ist durchaus sehenswert.

Im Anschluss haben wir auch den Globus fast für uns allein. Wir können hier tolle Erinnerungsfotos machen. Auch am Denkmal der Kinder der Welt sind wir allein. Im Nebel sieht es in dieser unwirtlichen Gegend fast ein wenig gruselig aus. Auf dem Weg mit dem Auto nach unten drehen wir kurzentschlossen um, fahren die Busspur nach oben und stehen kurz darauf mit Vandolin vor dem Globus.Die Aktion wird natürlich fotografisch festgehalten, bis der Weg in Richtung Süden eingeschlagen wird. Wir fahren noch ein gutes Stück, verscheuchen ein paar Rentiere von unserem Schlafplatz und kuscheln uns in Vandolins Bauch zusammen.

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