Die Wanderung zum Feigefossen war zwar eigentlich noch nicht so bald geplant, aber warum eigentlich nicht. Wir hatten noch überlegt, ob wir den Ausflug machen sollen, weil der Wetterbericht nicht so rosig aussah. Na ja, schließlich sind wir in Norwegen und hatten nicht mit täglich 30 Grad und Sonnenschein gerechnet. Demnach sind wir auch für schlechtes Wetter gerüstet.

Nach kurzer Autofahrt steht uns die erste Fährfahrt in Norwegen bevor. In Solvorn startet die kleine Fähre nach Urnes. Dass man hier rückwärts auffahren muss, stellt den ein oder anderen vor eine größere Herausforderung. Nach etwa 15 Minuten erreichen wir Urnes. Nach 12 weiteren, spannenden Kilometern auf der Straße kommen wir in Feigom an. Ein wenig außerhalb parken wir das Auto und starten unsere Wanderung zum Feigefossen, dem zweithöchsten unregulierten Wasserfall Norwegens.

Die Wanderung selbst ist mit 2,5 Kilometern nicht besonders lang und auch nicht anspruchsvoll, dafür umso spektakulärer. Es geht auf einem schmalen Weg am tosenden Wasser entlang nach oben. Am Ende des Weges bietet sich ein unglaublicher Ausblick auf das frei fallende Wasser, das mit lautem Getöse zu Boden stürzt. Weiter sollte man von hier aus nicht gehen, was den ein oder anderen natürlich nicht davon abhält. Auf dem gleichen Weg laufen wir zurück zum Parkplatz. Auf dem Rückweg genießen wir den freien Blick auf den Fjord. Bergwanderungen sind für uns, die wir aus dem Alpenvorland stammen, nichts Neues. Beim Wandern eine solch grandiose Aussicht auf das blaue Wasser des Fjordes zu haben, ist allerdings unbeschreiblich.

Die Rückfahrt mit dem Auto hat auch wieder das ein oder andere Highlight zu bieten. So wie beispielsweise einen extrem engen Naturtunnel oder die Tatsache, dass die Strecke auf weiten Teilen nur einspurig befahrbar ist. Was in Deutschland nicht vorstellbar ist, funktioniert hier einwandfrei. Hier ist jeder bereit auszuweichen, soweit es ihm möglich ist. Bei der Fährüberfahrt geniessen wir nochmals den Blick auf das Wasser mit den umliegenden Bergen und sind froh die Wanderung trotz durchwachsenem Wetter gemacht zu haben.

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